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Tipps & Tricks
Fahndungsfotos für alle ?

Seit November 2010 ist nun auch die letzte Bastion der "alten" Paßbilder gefallen. Denn seitdem sind auch für den Bundespersonalausweis nur noch die neuen sog. biometrischen Paßbilder zulässig.


Biometrie - Computergestützte Vermessung der Körpermerkmale :

Früher reichte das Foto an sich als Erkennungsmerkmal auf den Ausweisen. Doch der Mensch verändert sich. Wann haben Sie zum Beispiel zuletzt in Ihren schönen grau- oder rosafarbenen Führerschein geschaut und sich an die "gute alte Zeit" erinnert, als man noch frisch, fromm, fröhlich und frei mit dem ersten Auto durch die Welt zog? Und jetzt? Jetzt hat das im Führerschein montierte Bild bei den meisten leider nicht mehr viel mit der Wirklichkeit zu tun. Genau vor dem gleichen "Problem" standen auch die Mitmenschen von Polizei, Zoll und anderen Behörden. Zu groß war da die Gefahr, daß Ausweisdokumente von anderen mißbraucht werden konnten.
Im Zuge des digitalen Zeitalters suchte man nach einer Möglichkeit, Unterscheidungskriterien in den Ausweis mit aufzunehmen, die der Mensch sein Leben lang unverändert bei und an sich trägt.

Ein Kernunterscheidungsmerkmal eines Menschen ist sein von Geburt an vorhandener und mit Ende der Kindheit ausgeprägter Fingerabdruck (fachlich: Daktylogramm). Seine Charakteristika entstehen von Natur aus rein zufällig. Die Chance, daß eine zweite Person auf der Welt die gleichen Fingerabdrucksmerkmale aufweist, tendiert gegen null.
Auch sicheres Unterscheidungsmerkmal ist das DNS- oder DNA-Profil eines Menschen (der sog. Genetische Fingerabdruck). Dies ist das erbinformationstragende Biomolekül in jedem Lebewesen. Aus ihm besteht jede Zelle eines Körpers. Zur Gewinnung müssen jedoch einige Zellen für eine Analyse entnommen und aufbereitet werden und
sind daher für eine schnelle Identifizierung einer Person ungeeignet. Wer möchte schon gerne bei jeder Paßkontrolle ein Paar Tropfen Blut lassen und zwei Wochen auf die Ausreisegenehmigung warten?

Neu und ein zusätzliches Unterscheidungsmerkmal sind die Gesichtszüge eines Menschen. Hier werden Position der Augen, der Nase, der Ohren, des Mundes und des Kinns computerbasiert vermessen. Damit eine einheitliche Bestimmung dieser Merkmale möglich ist, ist man für die Vermessung auf einheitliche Vorlagen angewiesen. Aus diesen Gründen wurde international übereinkommend bestimmt, daß ein in einer bestimmten Art und Weise aufgenommenes Paßfoto zur Vermessung durchaus tauglich ist. Wichtig ist hier dann aber, daß aus dem Bild die unveränderte Gesichtssymmetrie erkennbar und bestimmbar ist.

Aus diesen Gründen bietet sich nur die frontale und mimiklose Aufnahme einer Person an, die sehr stark an ein Fahndungsfoto der Polizeibehörden erinnert. Brillenträgern wird empfohlen, die Brille - trotzdem deren Tragen bei der Bildherstellung amtlich erlaubt ist - dennoch für das Paßbild abzunehmen. Die Technik ist leider nicht in jedem Fall dem Menschen erhaben, und konstruiert je nach Gläserschliff künstliche Fehler in die Vermessung ein. Das würde im Fall einer computergestützten Identifizierung zu vermeidbaren Schwierigkeiten führen.

Also sehen wir alle über die "kreative Schwäche" unseres Paßbildes hinweg ... für unsere Sicherheit !